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Anwendung von graphenverstärkten Verbundwerkstoffen beim Drucken leitfähiger Funktionsteile

Graphenverstärkte Verbundwerkstoffe ermöglichen den direkten Druck leitfähiger Funktionsteile und bieten so neue Lösungen für die Integration elektronischer Komponenten.

Anwendung von graphenverstärkten Verbundwerkstoffen beim Drucken leitfähiger Funktionsteile

Leitungsmechanismus von Graphen-Verbundmaterialien

Graphen ist ein zweidimensionales Material aus Kohlenstoffatomen und weist eine extrem hohe elektrische Leitfähigkeit, Wärmeleitfähigkeit und mechanische Festigkeit auf. Leitfähige Verbundmaterialien können durch Dispergieren von Graphen in einer Polymermatrix hergestellt werden. Wenn die zugesetzte Menge an Graphen einen kritischen Wert (Perkolationsschwelle) erreicht, bildet sich im Inneren des Materials ein leitfähiges Netzwerk, das es dem ursprünglich isolierenden Polymer ermöglicht, leitfähige Fähigkeiten zu erlangen. Der Volumenwiderstand von Graphen-Verbundmaterialien kann im Bereich von 10²–10⁶ Ω·cm angepasst werden, um den Leitfähigkeitsanforderungen verschiedener Anwendungsszenarien gerecht zu werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Kohlefaser- oder Rußfüllungen kann Graphen bei einer geringeren Zugabemenge die gleichen Leitfähigkeitseigenschaften erreichen und hat weniger Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften des Substrats.

Vorbereitungstechnologie für leitfähige 3D-Druckmaterialien

Die Herstellung leitfähiger Graphen-Verbundmaterialien erfordert die Lösung zweier Hauptprobleme: Graphendispersion und Grenzflächenbindung. Zwischen den Graphenschichten wirken starke Van-der-Waals-Kräfte und sie können leicht aggregiert werden. Um eine gleichmäßige Dispersion zu erreichen, sind Ultraschalldispergierung, Oberflächenmodifikation oder mechanische Scherung erforderlich. Bei der Wahl der Polymermatrix muss die Kompatibilität mit Graphen berücksichtigt werden. Zu den häufig verwendeten Matrizen gehören PLA, ABS, TPU und Nylon. Die Doppelschneckenextrusion ist das am häufigsten verwendete Verfahren zur Herstellung von Verbundwerkstoffen und kann eine gleichmäßige Dispersion von Graphen in großen Produktionsmaßstäben erreichen. Nach der Materialvorbereitung sind Widerstandstests und Tests der mechanischen Eigenschaften erforderlich, um eine stabile Materialleistung sicherzustellen.

Prozesspunkte des FDM-Drucks von leitfähigen Teilen

Der FDM-Druck von leitfähigen Verbundmaterialien erfordert die Beachtung mehrerer Prozessparameter. Es wird empfohlen, die Drucktemperatur 10–20 °C höher als die des Grundmaterials zu halten, um den Verlauf und die Zwischenschichtbindung zu verbessern. Die Druckgeschwindigkeit wird auf 30–50 mm/s geregelt. Eine zu hohe Geschwindigkeit führt dazu, dass das leitfähige Netzwerk diskontinuierlich ist. Die Schichthöhe ist auf 50–75 % des Düsendurchmessers eingestellt, um einen vollständigen Kontakt zwischen den Schichten zu gewährleisten. Die Fülldichte hat einen erheblichen Einfluss auf die Leitfähigkeit. Mit einer 100-prozentigen Füllung lässt sich die beste Leitfähigkeit erzielen, ein Druck mit geringer Dichte kann jedoch durch Designoptimierung ausgeglichen werden. Auch die Druckrichtung beeinflusst die Leitfähigkeit, wobei die Leitfähigkeit entlang der Druckrichtung besser ist als senkrecht dazu.

Typische Anwendungsszenarien leitfähiger Funktionsteile

Leitfähige 3D-Druckteile werden häufig in den Bereichen Elektronik, Sensorik und elektromagnetische Abschirmung eingesetzt. Im Bereich elektronischer Komponenten wird es für kundenspezifische Elektroden, Schaltkreissubstrate und EMI-Abschirmungsabdeckungen verwendet. Im Bereich der Sensorik wird es in Dehnungssensoren, Drucksensoren und Bioelektroden eingesetzt. Im Bereich der statischen Ableitung wird es in antistatischen Tabletts, ESD-sicheren Gehäusen und Werkbankmatten eingesetzt. Im Bereich der flexiblen Elektronik wird es für tragbare Geräteelektroden und flexible Schaltkreisverbinder verwendet. Jedes Anwendungsszenario stellt unterschiedliche Anforderungen an die Leitfähigkeit und die Zielleistung muss durch Materialauswahl und Prozessoptimierung erreicht werden.

Leistungsprüfung und Qualitätssicherung

Die Leistungsprüfung leitfähiger gedruckter Teile muss sowohl elektrische als auch mechanische Aspekte abdecken. Die Prüfung der elektrischen Leistung umfasst die Prüfung des Volumenwiderstands, des Oberflächenwiderstands und der Leitfähigkeitsstabilität. Die Prüfung der mechanischen Eigenschaften umfasst die Prüfung der Zugfestigkeit, Biegefestigkeit und Schlagfestigkeit. Umweltalterungstests bewerten die Leistungsveränderungen von Materialien, wenn sie Hitze, Feuchtigkeit, Salznebel und UV-Umgebungen ausgesetzt werden. Beim Testen des Kontaktwiderstands wird die Zuverlässigkeit der Verbindung einer leitenden Elektrode mit einem externen Stromkreis bewertet. Die Prüfung der Chargenkonsistenz gewährleistet die Stabilität der Produktionsqualität.

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